Ein Ring, der Leiden schafft...

 
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Wagner hatte (mindestens) drei Probleme, die ihn sein Leben lang beschäftigten:
- Frauen, die er gerne hätte haben wollen, die er aber nicht bekam.
- Eine Gesellschaft, die ihn nicht verstand.
- Geld, das ihm fehlte.

Dabei handelt es sich um drei Problempunkte, die sich erheblich auf die Gestaltung eines konventionellen, nach bürgerlichen Maßstäben organisierten zwischengeschlechtlichen Zusammenlebens auswirken können und die im Falle Wagners das Eheglück erheblich behinderten, ihn auf der anderen Seite aber seine Kreativität förderten und ihn zu künstlerischen Meisterwerken inspierierten (Sublimierung des Leids im Kunstwerk).

Wagner sah sich im 19. Jahrhundert von einer Gesellschaft umgeben, die das lieblose Zusammenleben von Mann und Frau in der Ehe akzeptierte und sanktionierte. Er selbst wurde im Laufe seines Lebens mit mehreren solchen Verbindungen folgenschwer konfrontiert.
Die direkte Involvierung Wagners in eheliche Extremsituationen und Missverhältnisse könnte erklären, warum er sich immer wieder mit dem lieblosen Zusammenleben von Mann und Frau auseinander setzte und die unterschiedlichen Beweggründe hierfür (Lust, Zwang, Machtdünkel) sowie das daraus resultierende Leid und Unheil im Werk abbildete.

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